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Still-Leben

voll gestillt, abgestillt, überwiegend gestillt, gestillt und zugefüttert, teilgestillt, lange gestillt, mit abgepumpter Muttermilch gefüttert, ausschließlich gestillt, kurz gestillt, doch noch gestillt, wieder gestillt...



Termine

immer dienstags

9:00-11:00 MilchCafé Stilltreffen im MüZe Familienzentrum in Taunusstein Hahn

 Das MilchCafé findet jeden Dienstag statt

individuelle und achtsame Stillbegleitung

Als zertifizierte Stillbegleiterin im Raum Rhein/Main/Taunus unterstütze ich dich und dein Baby beim spannenden und schönen Abenteuer Stillen. Mit so viel Zeit, wie ihr benötigt, finden wir zusammen euren Weg zu einer entspannten Stillbeziehung. Für alle Fragen und Emotionen ist dabei Raum und euer Wohlbefinden steht im Mittelpunkt. 

Kleines Still-Lexikon

Hier findest du ein paar häufige Wörter, die im Zusammenhang mit dem Stillen auftauchen. Ich bin immer dabei das Lexikon zu ergänzen, falls dir also ein Wort fehlt, oder eine Erklärung unklar ist, melde dich einfach.

 

A

Ausstreichen (oder Abdrücken): Dieser Ausdruck wird leider oft für das Entleeren der Brust mit der Hand verwendet. Er ist etwas irreführend, denn wenn man fest über die Brust streicht, erhält man oft keine Milch und schädigt das Brustgewebe. Um Milch zu gewinnen oder Milch zu entleeren ist eher ein sanftes Drücken notwendig, daher auch der Ausdruck "Abdrücken". Hier findet ihr ein gutes Video, das den Vorgang gut zeigt: http://globalhealthmedia.org (englisch) oder hier https://youtu.be/gAdOjAj9D4k (deutsch)

Der Vorgang darf auf keinen Fall weh tun, oder sogar blaue Flecke geben! Seid etwas geduldig und übt. Manchen Frauen fällt es leichter so Milch zu gewinnen als mit einer Pumpe.

 

B

Brusthütchen (auch Stillhütchen): sind Silikonhütchen, die auf die Brustwarze gesetzt werden. Dies kann in seltenen Fällen, zum Beispiel wenn die Mutter Neurodermitis hat, hilfreich sein. Allerdings mindert das Brusthütchen den Hautkontakt und damit die Ausschüttung von Oxitoxin (ein wichtiges Stillhormon), auch der Milchspendereflex kann gemindert und damit die Milchbildung gehemmt werden. Daher sollte das Brusthütchen nur im Notfall zum Einsatz kommen.

Brusternährungsset: ermöglicht das Zufüttern von Abgepumpter Muttermilch oder Ersatznahrung während des Stillen, ohne das in den Stillprozess eingegriffen wird. In Einzellfällen kann diese einfache Konstruktion eine gute Lösung sein, um dem Kind zusätzliche Nahrung zuzuführen und gleichzeitig die Milchbildung anzuregen.

 

H

Handentleerung: das Entleeren der Brust von Hand ein eine einfache, hygienische und effiziente Möglichkeit Muttermilch zu gewinnen. Du benötigst dazu lediglich saubere Hände und ein sauberes Gefäß. Eine tolle Anleitung findest du hier: http://globalhealthmedia.org (englisch) oder hier https://youtu.be/gAdOjAj9D4k (deutsch)

 

K

Kolostrum: die erste Muttermilch, die eine Frau nach der Geburt produziert und die erste "Schluckimpfung" für den Säugling. Die Farbe kann sehr unterschiedlich sein (siehe auch hier Kolostrumkarte), meist ist Kolostrum gelb. Die kleine Menge an Milch ermöglicht es dem Säugling sich langsam an das Trinken an der Brust zu gewöhnen. Auch das Verschlucken ist nicht schlimm, das das Kolostrum den Bronchialbaum nicht reizt (im Gegensatz zu künstlicher Säuglingsnahrung).

 

M

Milchpumpe: egal ob elektrisch oder von Hand betrieben, ermöglicht das abpumpen von Muttermilch. Dies kann notwendig sein, wenn das direkte Stillen nicht möglich ist. Die Pumpe kann auch zur Steigerung der Milchmenge eingesetzt werden. Dabei muss immer beachtet werden, dass die Pumpe nicht so effizient ist, wie ein Baby. Gerade zum Anfang der Stillzeit und zum gewinnen von Kolostrum kann das Entleeren der Brust von Hand sinnvoller sein (s.o. Handentleerung).

Muttermilchernährung: bezeichnet das Ernähren einen Säuglings mit gewonnener Muttermilch und ist nicht mit dem Stillen gleichzusetzen. Dieser Unterschied kann bei der Interpretation von Statistiken wichtig sein.

Mastitis: so Bezeichnet man eine fieberhafte Brustentzündung. Die Ursache ist oft Überlastung der Mutter, häufig geht auch ein Milchstau voran. Ganz wichtig ist Bettruhe! Falls du Fieber und Scherzen in der Brust hast, kontaktiere bitte deine Hebamme oder Frauenarzt. Oder melde dich bei mir.

Milchstau: Es kann vorkommen, dass sich die Muttermilch an einer oder mehrer Stellen in der Brust anstaut. Dies ist sehr schmerzhaft und die Brust kann stellenweise gerötet sein. Im Gegensatz zur Brustentzündung geht dies in der Regel nicht mit Fieber einher.

 

W

Wachstumskurve: Die Wachstumskurven der WHO (World Health Organisation) zeigen, wie gesunde Stillkinder wachsen. Sie gelten für Säuglinge weltweit. Im Gegensatz zu den Wachstumskurven im Untersuchungsheft, basieren die Kurven der WHO ausschließlich auf der Untersuchung mit voll gestillten Kindern. Es ist übringens egal, entlang welcher Kurve ein Kind wächst, solange es sich entlang seiner Kurve entwickelt und die Kurven nicht kreuzt. Inbesondere nach unten! Hier findet ihr die Kurven:

Mädchen: http://www.who.int/childgrowth/standards/chts_wfa_girls_p/en/

Jungen: http://www.who.int/childgrowth/standards/chts_wfa_boys_p/en/